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EventsMusical Maganbert

Im September 2010 und im April 2011 wurde im Fuldaer Stadtteil
Maberzell das Musical "Maganbert" aufgeführt, das anlässlich des
tausendjährigen Bestehens des Ortes Maberzell die Geschichte vom 
Ortsgründer, dem Mönch Maganbert, erzählt.

Das Musical, das in insgesamt 9 ausverkauften Vorstellungen bei 
den Besuchern begeisterte Reaktionen hervorrief, wurde von
Dietmar Bug (Texte und Regie) und Hubertus Semmler (Musik)
in Zusammenarbeit mit einem engagierten und großen Team an
Sängerinnen und Sängern, Kostümschneidern, Maskenbildner,
Technikern, Bühnenhelfern, einem unermüdlichen Organisations-
team und vielen anderen Helfern realisiert.

Das Team von LogoMotion war an diesem Projekt, mit dem sehr
vielen Menschen augenscheinlich große Freude bereitet wurde,
an verschiedenen Aspekten der Realisierung (Bühnenbild, Medien,
Rollenübernahme eines Bösewichts) gerne und ebenfalls mit
großem Engagement beteiligt.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen anderen Beteiligten
und auch bei allen Besuchern für die großartige Zeit und das 
unvergessliche Erlebnis dieses wunderschönen Musiktheaters.

Für alle die, die nicht das Vergnügen haben durften, dabei zu sein,
hier einige Impressionen von den Aufführungen.
Die ausdrucksstarken Fotos stammen im Übrigen ausnahmslos 
von Uli Mayer (um-werbephotographie) ...


Die Spielleute beginnen das Stück ...
Roland Sauer ist der Spielmann
Felix van Deyk der Jongleur
und Christiane Sauer die Spielfrau, die als musikalische Erzählerin in die Geschichte einführt ...
Jürgen Feller spielt den furchteinflößenden Vogt ...
... der den Fiesling überzeugend und ausdrucksstark verkörpert ...
und auch vor Handgreiflichkeiten nicht zurückschreckt.
Bruder und Schwester spielen Bruder und Schwester ...
Katharina Polak rührt als junge Rana die Zuschauer ...
und Alexander Polak überzeugt mit starker Stimme.
Julian Bug spielt den stummen Luc, der sich durchs Flötenspiel mitteilt ...
und dessen Zuneigung und Liebe für Rana bestimmt sind.
Lill und Josh sind Mutter und Vater von Rana und Maganbert.
Beate Schüler singt und spielt die gefühlsbetonte Lill emotional und anrührend ...
und Axel Zilian zeigt sich als kraftvolle und stolze Vaterfigur.
Der zauberhafte Kinderchor in wechselnder Besetzung ...
trägt wesentlich zur lebendigen Freude am Musical bei!
Familie und Kinder verabschieden Maganbert in gefühlvoller Szene ins Leben als Klosterbruder.
Indes überzeugt der Vogt seinen bösartigen Sohn Hano davon, ebenfalls ins Kloster zu gehen, um gegen Maganbert zu intrigieren.
Christian Kniege spielt den charakterlosen Fiesling stark und überzeugend.
Luc und Rana stoßen zu dieser Szene, die Situation eskaliert und beide werden vom Vogt schließlich verstoßen und für vogelfrei erklärt.
Rana entscheidet sich, bei Luc zu bleiben und nun leben beide in den Wäldern als Vogelfreie und Gesetzlose.
Die grandiose Schlussszene des 1. Aktes.
Maganbert singt das ausdrucksstarke Lied "Mutabor" ...
... wird dabei zusehends vom Licht verschluckt ...
und taucht schemenhaft
und verwandelt als erwachsener Mönch Maganbert (fantastisch gesungen und gespielt von Jochen Michel)
aus dem Lichternebel wieder hervor. Ein spektakulärer und atemberaubender Höhepunkt, der die Zuschauer in die Pause entlässt.
Der zweite Akt beginnt wieder mit den Spielleuten, die dieses Mal von drei Bäuerinnen begleitet werden.
Die drei lebenslustigen Landfrauen werden von Elfi Makowka,
von der couragierten Iris Mihm
und der lebenslustigen Barbara Schneider-Mayer gespielt – ein ideal besetztes Damen-Trio!
Der erwachsene Hano, dargestellt von Matthias Heitzer, gepeinigt von Neid und Missgunst auf den inzwischen zum Abt aufgestiegenen Maganbert, lauert diesem auf.
Er möchte beweisen, dass der Abt den vogelfreien Rana und Luc mit Lebensmitteln aus dem Kloster hilft, und somit etwas Verbotenes unternimmt.
Alleine zu feige, braucht er zwei Mönche (gespielt vom kongenialen Duo Rainer Michel und Michael Schütte) als Helfer,
mit denen er Maganbert schließlich überführt, überwältigt und dafür sorgt, dass dieser sein Amt als Abt verliert und das Kloster verlassen muss.
Die erwachsenen Rana und Luc (gespielt von der ausgesprochen guten Sopranistin Monika Schwab und dem Doppelrollenspieler Ralf Grösch)
treffen im Wald auf Maganbert und feiern ein glückliches Wiedersehen.
Mit dem Auftrag ausgestattet, eine Zelle zu gründen, beginnt Maganbert nun seine Arbeit der Ortsgründung, bei der er von vielen Menschen unterstützt wird.
Diese Szenen leben insbesondere von der Präsenz des Chors "Concordia" von Maberzell, der mit Chorgesang und auch mit schauspielerischen Elementen entscheidend zum Charakter des Musicals beitrug.
"Hört ihr, was durch die Fuldischen Auen klingt ..." ist ein Ohrwurm, der die Aufbruchstimmung bei der Ortsgründung lebensfroh und mitreißend widerspiegelt. Alle packen mit an und allen macht es augenscheinlich eine Riesenfreude ...
Der Vogt und Sohn Hano missgönnen Maganbert den Erfolg seiner Arbeit als Ortsgründer und setzen nachts den Ort in Brand.
In der Panik, die bei den Häuserbewohnern entsteht, kommt es zum Gerangel, in dessen Verlauf der Vogt in ein brennendes Haus stürzt.
Sohn Hano ist zu feige, seinem Vater aus den Flammen zu helfen und überlässt ihn schmählich seinem Schicksal.
Der vom Vogt ungeliebte Luc rettet ihn aus den Flammen. Ungewollt wird Luc vom Vogt in dieser Szene in die Flammen gestoßen und kommt im Feuer um.
In einem herzergreifenden Lied betrauert Rana den Tod ihres Freundes Luc. Eine Szene, die aufgrund des ausdrucksstarken Gesangs von Monika Schwab viele Besucher zu Tränen rührte.
Maganbert kommt dazu und tröstet die verzweifelte Rana.
... Ist ein Mensch gestorben, dann geht er nur zum lieben Gott, wir konnten ihn für uns nur borgen ...
Bei aller Trauer geht das Leben für die anderen doch weiter. "Sonne und Mond – wir seh´n die Berge in der Ferne ..." ist ein tröstlicher und mutmachendes Lied, bei dem die Bühne von vielen Akteuren wieder belebt wird.
In der Schlussszene taucht Luc überraschend als weißer Engel wieder auf und beendet das Stück mit Zuversicht: "... doch das Lächeln darin, kannst nur du allein!"
Die Mischung aus Geschichte, Schicksal, Trauer, Zuversicht, Gemeinschaft, Gottvertrauen, Musik, Gesang und Schauspiel hat die Zuschauer offenbar begeistert. Standing Ovations und lange anhaltender Beifall bleiben allen noch lange in Erinnerung. Dankeschön für das unvergessliche Erlebnis.